Neue Galerie Luzern

3 Die 9. Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik + Ästhetik "Das Grosse, das Kleine und der menschliche Geist - Teil 2" fand am 31. März und 1. April 2012 im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern statt.
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Eröffnung der 9. Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik + Ästhetik Das Grosse, das Kleine und der menschliche Geist - Teil 2 vom 31. März 2012 (René Stettler 11'20'')

Ich glaube, mit Sicherheit sagen zu können, dass niemand die Quantenmechanik versteht.

R.P. Feynman, Nobelpreisträger Physik, 1973

Eine wissenschaftliche Weltanschauung, die nicht tiefgründig mit dem Problem von Geist und Bewusstsein zurecht kommt, hat keinen ernsthaften Anspruch auf Vollständigkeit.

Sir Roger Penrose, Universität Oxford / UK

Erkenntnistheoretische Enthüllungen am 4. Internationalen Symposion zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik "Das Rätsel des Bewusstseins" (2001), Bild 2.3 MB (links) Bild rechts: "Bewusstsein und Quantencomputer" (2007)




Kulturelles Laboratorium

21Als On-Line-Laboratorium wird die Neue Galerie Luzern im Jahr 2000 gemäss dem Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz unter den 50 Top-Galerien der Schweiz eingereiht. Die Neue Galerie Luzern wurde 1987 im Schlössli Götzental in Dierikon bei Luzern gegründet. Als Institution, die von Bund, Kanton, Stadt Luzern und privaten Donatoren getragen wird, definiert sie sich als ein kulturelles Laboratorium. Dessen Bestreben ist es, einem interessierten Publikum eine Plattform für die kritische Auseinandersetzung mit Wissenschaft, Technik, Kunst und Gesellschaft zu sein. Das Programmangebot der Neuen Galerie Luzern ist nicht einer oder mehreren Fachrichtungen verpflichtet. Es ist ihre Absicht, Menschen aller Fakultäten, Denkrichtungen und Tätigkeitsbereiche in ein Gespräch zu verwickeln, das sie selber schon lange suchen, wofür ihnen aber bisher der Anknüpfungspunkt fehlte. Künstlerische und naturwissenschaftliche Verfahren und Strategien können dabei ins direkte Gespräch miteinander kommen. Im Zentrum des interdisziplinären Dialoges stehen unterschiedliche Wissens- und Forschungsfelder.

Ausrichtung

2Die Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik und die in Luzern durchgeführten Veranstaltungen und international beachteten Gespräche zu Themen aus der Naturwissenschaft, Technik und Ästhetik legen den Fokus auf die seit einigen Jahren polemisierte Beziehung zwischen Quantenphysik und Gehirnforschung. Das Ziel der Luzerner Vorlesungen und Gespräche ist ein umfassenderes Verständnis der physikalischen Realität und des Bewusstseins unter Einschluss von kritischen, erkenntnistheoretischen Positionen und Debatten, die sich zum Verhältnis von Wissen und Wirklichkeit, Wissenschaft und Rationalität, Sprache und Verstehen, Kognition und Sozialität, äussern.


Die Biennale ist entwicklungsfähig. Die Vermittlung und Repräsentation der Wissenschaft in der Öffentlichkeit ist angesichts des Trends zur zunehmenden Kommerzialisierung des Wissens durch die globale Kulturindustrie ein wichtiges Thema, das an einer künftigen Biennale zum Leitthema werden könnte. In den kommenden Jahren wird sich die Biennale vermehrt mit den Verbindungen zwischen menschlichen Aktivitäten, ökologischen und evolutionären Prozessen, Werten und Zielen, welche sowohl die wissenschaftliche Forschung wie auch die kulturelle Produktion von Wissen betreffen, auseinandersetzen. Dies ist wichtig, weil die zunehmende Kommerzialisierung in der globalen Markt- und Konsumkultur, die destruktive Seite der Globalisierung und die Zerstörung der Umwelt als wesentlich von Menschen verursacht angesehen werden müssen und eine Diskussion zur Schaffung von neuen sozialen Werten in der kulturellen Produktion ansteht.
Photos (3.6 MB links, 2.3. MB rechts): Biennale 2005 "Bewusstsein und Teleportation," Verkehrshaus der Schweiz, Luzern, Courtesy: Felix von Wartburg, Luzern. Film links 6'23: Die Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik (2004). Film rechts 5'12: Ernst von Glasersfeld und Roger Penrose im Streitgespräch (Englisch) über die Natur der Realität, die Natur von Theorien und menschlichen Erfahrungen ("Das Rätsel des Bewusstsein," Luzerner Theater, 2001).

Reputation

Die Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik geniesst in Europa ein konkurrenzloses Renommee und ist ein Beweis dafür, dass für die von ihr aufgegriffenen Diskurse, die in Luzern seit 15 Jahren auf einem hohen Level geführt werden, nicht nur Metropolen wie New York oder London in Frage kommen, sondern auch ein Ort abseits der grossen Weltstädte.

Zielgruppe

Zur Zielgruppe der Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik gehören Interessierte aus breiten Kreisen der Bevölkerung, Wissenschaftler, Studenten vieler Fach- und Kunsthochschulen aus der Schweiz und Deutschland sowie ein Publikum aus den angelsächsischen Ländern, das jeweils für die Biennale nach Luzern anreist. Das Schweizer Publikum und die aus dem Ausland stammenden Fachleute – im Schnitt ca. 300 bis 400 Personen – bilden ein neugieriges Publikum, das sich rege an den Diskussionen dieser Veranstaltung beteiligt. Rund 85 Prozent der Besucher, das hat eine Erhebung im Jahr 2003 gezeigt, kommen aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung und künstlerischen Berufen. Die Benutzung des Bücherstandes und der Verkauf von Fachliteratur zeigt, dass der Anlass auch eine wichtige Trigger-Funktion hat und viele Besucher animiert, die in Luzern erlebten Live-Vorträge und Diskussionen mit weiterführender Literatur zu vertiefen.

Luzerner Vorlesungen und Gespräche

Die 1994 gegründeten Luzerner Vorlesungen und Gespräche mit Spitzenvertretern der entsprechenden Fachgebiete – Quantenphysik, Neurowissenschaften, Philosophie sowie Ethnologie, Medienwissenschaften und Medienkunst – verstehen sich als wissenschaftstheoretisch-erkenntnistheoretisch-philosophisch ausgerichtete Diskurse. Die Transkriptionen verstehen sich als Vermittlungen, in der Hoffnung, dass daraus neue Denkansätze und Fäden geknüpft werden können, die vielleicht einmal zum “festen Bestandteil” unserer Erkenntnis werden.



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Jubiläumsbiennale 2014

10. Auflage

18. - 19. Januar 2014, Luzern

Topic: Die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen - Be the change we want to see in the world


Neue Publikation (englisch)

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Title: The Politics of Knowledge Work in the Post-Industrial Culture

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Will be published by Springer Vienna New York in summer 2013
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Zur Zirkumferenz des Zuhause-Seins
(Blog von René Stettler)



 Fukushima und die Wissenschaft


Publikation (2009)

Zu einer neuen Quantenphysik des Bewusstseins - Gespräche an den Grenzen der Erkenntnis

Autoren: Roy Ascott (UK), Reinhold Bertlmann (A), Ulrike Gabriel (D), Ernst von Glasersfeld (USA), Stuart Hameroff (USA), Luis Eduardo Luna (FL/BR), Josef Mitterer (A), Sir Roger Penrose (UK), Otto Rössler (D), Peter Weibel (A), Anton Zeilinger (A). Herausgeber: Edition Neue Galerie Luzern; die 172-seitige Publikation (h: 12.4 cm x b: 14.1. cm, Paperback) kann über die Adresse oder E-Mail der Neuen Galerie Luzern bestellt werden. Preis: CHF 29.00 / EUR 24.00 (zuzüglich Versandspesen CHF 5.00 / EUR 4.00 für die Schweiz, übriges Europa CHF 7.00 / EUR 5.70).

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